Von wegen Sicherheit

16. Febr.

Es geht nicht. Man kann nicht sichern - es sei denn, man schießt auf sie.

 

Es gibt keine Alternative zu kanalisieren und legalisieren. Denn die Flüchtlinge suchen sich Wege. Wenn man sie nicht auf legale Weise intergriert, treibt man sie in die Illegalität. In die Hände von Schleppern, auf gefährliche Routen und im Zielland in den nicht intergrierbaren Untergrund.

 

Italien rechnet mit Wiederaufleben der "Mittelmeerroute" - und damit mit mehr Toten. In Ungarn nehmen die unregistrierten Flüchtlinge zu. ... Und die ZEIT schreibt:"Wenn Flüchtlinge Geld verdienen müssen, aber legal nicht dürfen, wächst das Risiko von Ausbeutung. In der Türkei und im Rest Europas."

 

Sie putzen Wohnungen in arabischen Ländern, verrichten die Drecksarbeit auf thailändischen Fischkuttern oder pflücken Baumwolle auf Feldern in Usbekistan: Leibeigene, Zwangsarbeiter, Sklaven. Es sind viele. Fast 36 Millionen Menschen weltweit leben in Sklaverei, schätzt die Walk Free Foundation, die sich gegen Schuldknechtschaft, Menschenhandel und Zwangsarbeit engagiert. 

 

Ihr Kampf gegen die Sklaverei schien lange Zeit weit weg von Europa stattzufinden. Im jüngsten Ranking von Walk Free aus dem Jahr 2014 tauchen die Industriestaaten erst am Ende der Liste auf; Deutschland zum Beispiel landet mit geschätzt 10.500 in Sklaverei lebenden Menschen, umgerechnet 0,013 Prozent der Bevölkerung, auf Platz 147 von 167. Zum Vergleich: Platz eins hält Mauretanien, ein Land in dem Sklaverei erblich ist und vier Prozent der Bevölkerung, 155.600 Menschen, in Unfreiheit leben.

 

 

Doch das Problem rückt näher. Beobachten lässt sich das beispielsweise in der Türkei, wo eine wachsende Zahl von syrischen Flüchtlingen zu ausbeuterischen Bedingungen arbeitet, unter ihnen auch Kinder.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/sklaverei-fluechtlinge-tuerkei-europa-unternehmen-zwangsarbeit

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